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Meeresgemüse statt Meeres- früchte? So gesund sind Algen!

Algen und Meeresgemüse

Obwohl Algen uns aus Sushi und anderen Gerichten ganz selbstverständlich als Lebensmittel bekannt sind, klingt der Begriff Meeresgemüse vielleicht nicht allzu vertraut. Dabei sind Nori, Spirulina, Chlorella und Co. genau das: sattes Grünzeug, das uns mit vielen wertvollen Nährstoffen versorgt. Sie schaffen das nur eben anders als Spinat und Salat nicht vom Land, sondern vom Wasser aus. 
Essbaren Algen den wohlverdienten Status als Gemüse anzuerkennen und sie in den Alltag einzubauen eröffnet vielseitige Möglichkeiten, nicht nur in der Küche, sondern auch dafür unsere Gesundheit zu unterstützen.
Die Welt der kulinarischen Algen erstreckt sich weit und reicht von einfachen Geliermitteln bis hin zu knusprigen Nori-Algenchips im Asia-Markt. Wir können gar nicht erschöpfend von den vielen Anwendungsmöglichkeiten berichten, aber wir wollen euch im Folgenden einige Ideen liefern, wie man Algen als Teil einer gesunden Ernährung einsetzen kann.

Was sind Algen eigentlich?

Algen sind eine uralte Lebensform. Besonders Mikroalgen zählen zu den ältesten lebenden Organismen überhaupt. Anders als der Seetang, den man aus Unterwasserbildern und vom Strand kennt, sind Mikroalgen mit dem bloßen Auge nicht erkennbar und viele von ihnen sind sogar komplett einzellige Lebewesen. Einige Mikroalgen, darunter auch Spirulina, sind genau genommen sogar gar keine Pflanzen, sondern eine sehr pflanzenähnliche und photosynthese betreibende Bakterienart. Alle Algen spielen schon seit Urzeiten eine wichtige Rolle im Ökosystem, enthalten genauso wie Land-Pflanzen Chlorophyll und produzieren Sauerstoff.

Wenn wir von Algen sprechen kann also von Mikroorganismen bis hin zu riesigen Seegraswäldern alles gemeint sein. Auch essbares Meeresgemüse gewinnt man sowohl aus großen Algenpflanzen als auch aus Einzellern.

Nährstoffe von Meeresalgen

Algen sind ein besonderes Lebensmittel und sie verfügen über besondere Eigenschaften, was ihren Nährstoffgehalt angeht. Meeresalgen sind eines der wenigen Nahrungssmittel, die von Natur aus über einen hohen Jodgehalt verfügen. Ein Grund dafür warum wir im Supermarkt so viel mit Jod angereichertes Speisesalz finden, ist die Tatsache wie wenig alltäglich natürliche jodhaltige Lebensmittel sind. Algen sind eine naturgegebene Möglichkeit, Jod in seiner Ernährung einzubauen und sind auch natürliche Quellen für verschiedene B-Vitamine, aber auch andere Vitamine wie Vitamin A oder Vitamin D. Spirulina enthält als Cyanobakterium außerdem Vitamin B12, wovon ca. 20% in einer Form vorliegt, in der es vom Menschen auch aufgenommen werden kann. Auch wenn dies nicht nach viel klingt, ist so ein Verhältnis von verwertbarem und nicht verwertbarem B12 auch in anderen Quellen wie zum Beispiel Tierprodukten nicht unüblich.
Mikroalgen wie Chlorella und Spirulina enthalten außerdem sehr viel wertvolles Eiweiß. Spirulina hat einen Proteingehalt von 50%-70% und ein vollständiges essentielles Aminosäurenprofil. Damit sind Mikroalgen die perfekte Ergänzung zu einer bewussten Ernährung in der Wert auf vielfältige Eiweißquellen gelegt wird.

Geschmack von Algen

Der Eigengeschmack von verschiedenen Algenarten reicht von einem würzigen, fischigen Meeresgeschmack wie zum Beispiel in Kombu-Algen bis hin zu sehr milden und vielseitig einsetzbaren Algen wie beispielsweise Spirulina. Während ein sparsamer Einsatz von mild schmeckenden Algen sich sogar gut in süßen oder fruchtigen Rezepten schlägt, sind vor allem die besonders würzigen und intensiv schmeckenden Algen eine der besten Möglichkeiten in der veganen und vegetarischen Küche eine fischige Note zu erzielen.

Algen sind also ziemliche Allrounder, die als Geschmacksgeber im Rampenlicht stehen können, aber auch als auch milde stille Helfer eine Mahlzeit mit Vitaminen und Mineralstoffen anreichern können.

Anwendungsgebiete

Die alltäglichste Rolle spielen Algen wahrscheinlich in Form von Nori-Blättern in Sushi. Aber Sushi und auch die asiatische Küche allgemein sind nicht die einzige Anwendungsform für Algen. Besonders die Mikro-Algen Spirulina und Chlorella sind auch solo als Nahrungsergänzungsmittel beliebt. Wem das Ganze pur in Tablettenform zu langweilig ist, kann Spirulina und andere Mikroalgen auch als Pulver in verschiedenen Rezepten hinzufügen. Sie machen sich zum Beispiel exzellent in Smoothies, denn sie sind auch in Rohkostqualität verfügbar und sind mit ihrem hohen Chlorophyllgehalt auch das perfekte Grün für den nächsten grünen Smoothie. Genau dieser hohe Chlorophyllgehalt gepaart mit dem milden Geschmack macht Spirulina auch zu einem vielseitigen grünen bis blaugrünen Färbemittel, das auch in vielen kommerziellen Produkten von Limonade bis Fruchtgummi Anwendung findet.

Ob als einfaches Nahrungsergänzungsmittel, als kreative Rezeptzutat oder doch nur als äu
ßerste Schicht von Sushi, wo auch immer Algen zum Einsatz kommen überzeugen sie als Vitamin- und Nährstoffbombe und mit ihren einzigartigen Eigenschaften in Geschmack, Farbe oder Konsistenz.
Egal welche Sorte Meeresgemüse du noch nicht auf dem Teller (oder im Glas) gehabt hast, wir finden es lohnt sich auf jeden Fall die vielen verschiedenen Möglichkeiten auszuprobieren!

Quellen:

nur.fit Produktseiten rund um Spirulina und Chlorella
https://de.wikipedia.org/wiki/Spirulina
https://de.wikipedia.org/wiki/Chlorella
https://www.essen-und-trinken.de/algen/78625-rtkl-kombu-kleine-warenkunde

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